zuletzt aktualisiert am 14.06.2017
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Chronik

Das Gebiet zwischen Karawanken und Drau zeigt frühe Besiedlungsspuren. Der älteste regionale Fund war eine mittelbronzezeitliche Bronzedolchklinge. Zumindest seit der Spätantike muss es von Juenna (Globasnitz/Hemmaberg) her eine Straße mit einem noch nicht näher lokalisierten Drauübergang gegeben haben. Im Jahr 1931 entdeckte man bei Goritschach südlich von Möchling die Reste einer römischen Villa und einer Siedlung, von der ein gleichmäßiger Weg auf den Steinerberg führte. Am Steinerberg selbst, einem 653 m hohen Bergrücken, fand man eine ausgedehnte Befestigungsanlage mit Wällen um ein ovales Plateau vor.

Gegen Ende des 6. Jahrhunderts ließen sich in den günstig gelegenen Siedlungsgebieten Alpenslawen nieder, welche auch in den Ortsnamen auffällige Spuren bis heute hinterließen. So finden sich unter den landschaftsbezogenen Ortsnamen Namenspaare wie Dolintschach (Talmulden-bewohner) und Goritschach (Bergkuppenbewohner), oder Glantschach (bei denen am steilen Hohlweg) und Krejanzach.

Um 1100 errichteten dann die Herren des Landgerichts Rechberg zum Schutze ihrer Herrschaft am Nordhang des Obirs auf einem steilen Felskopf unweit des berühmten Wasserfalles die Burg Wildenstein. Der Kärntner Herzog gab sie nach 1209 wie Rechberg als Lehen aus, bis sie - nach Unrest - 1348 einem Erdbeben zum Opfer fiel und nicht wieder aufgebaut wurde. Heute sind von der Burg nur mehr Teile des Berings, ein Turmbau und ein Stück des Palas erkennbar.

1123 hatte Herzog Heinrich IV. von Spanheim das "predium quod Mochilich dicitur" (Möchling) dem Benediktinerstift St. Paul geschenkt.

Kirchlich unterstand das ganze Gebiet südlich der Drau seit 811 dem Patriarchat Aquileja, und die meisten Kirchen innerhalb der heutigen Gemeindegrenze waren Gründungen von Klöstern oder standen in enger Beziehung zu diesen.

Der Ort Gallizien verdankt seiner Kirche den ungewöhnlichen Ortsnamen. Hier konnten zunächst die Augustiner-Chorherren von Eberndorf nach einer reichen Stiftung eine Eigenkirche zum hl. Jakob d.Ä. gründen. Nachdem die Kirche zuerst "unter Wildenstein" und "an der Vellach" hieß, erhielt der Ort im 15. Jh. , im Anklang an die bis heute bekannte Wallfahrtskirche Santiago de Compostela (hl. Jakob) in der nordspanischen Provinz Galicia, den Namen.

Ab dem 17 Jh. bildete dann Rechberg mit Sonnegg, Stein und Feuersberg ein großes vereinigtes Landgericht in den Händen der Grafen Orsini-Rosenberg.

Der Seebergsattel war bis zum Ausbau der Loiblstraße im 16 Jh. wichtiger regionaler Karawankenübergang. Der Paßweg führte durch Möchling, wo sich eine Überführ über die Drau befand. Im Jahr 1836 errichtete ein Bauer aus Seeland unterhalb von Schloß Saager eine hölzerne Mautbrücke, die nach der Schloßkirche von Saager hinfort Annabrücke gennant wurde.

Seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gewinnt der Sommerfremdenverkehr für die Gemeinde immer mehr an Bedeutung. Die nahen Seegebiete ermöglichen heute in Gallizien Urlaub in einer noch unberührten Natur, abseits von Stress und Hektik.

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Auszüge "Geschichte der Gemeinde Gallizien" von Dr. Wilhelm Deuer

 
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